Bericht der Bürgermeisterin

Liebe Lohmenerinnen und Lohmener,

im September möchte ich Sie über folgende Themen informieren:

Sommerfest in der Kita Storchennest

Am 04.09.2026 wurde das Sommerfest der Kita sehr rege von Kindern, Geschwistern, Eltern und Großeltern genutzt. Für die Kinder gab es Vieles zu entdecken und auszuprobieren. Ob es das neu gestaltete Außengeländer mit Schatzsuche im großen Sandkasten, Schminken, Tombola, Malen, Spielen oder … war oder der Hunger mit Kuchen oder Bratwurst/Wienern gestillt wurde.
Die Feuerwehr musste kurz vorher noch zum Einsatz ausrücken und war kurz darauf mit der Kübelspritze und dem interessanten Feuerwehrfahrzeug für die Kinder da. Nicht weniger interessant war das Polizeiauto.

Großartig war die Aufführung des Grüffelo, welches die Kinder ganz intensiv verfolgt haben.

Vielen lieben Dank an alle Erzieherinnen und Erzieher, die Leiterin Frau Götz und den vielen helfenden Eltern und Unterstützern für dieses großartige Sommerfest für die Kinder.

Kommunale Wärmeplanung

Die Kommunale Wärmeplanung wollten wir schon einmal gemeinsam mit anderen Kommunen umsetzen und haben dies damals gestoppt, da die Fördermittel vom Bund dafür gestrichen wurden. Gesetze erlassen und die Gemeinden zu etwas verpflichten, ohne die finanziellen Mittel dafür bereitzustellen, das geht so nicht weiter.
Wer bestellt, bezahlt! – Dies muss jetzt endlich mal gelten. So hatte der Gemeinderat auf meinen Vorschlag hin, im Dezember 2024 folgenden Beschluss gefasst: „Die Gemeinde Lohmen wird die Kommunale Wärmeplanung erst umsetzen, wenn diese vom Bund, der das Gesetz beschlossen hat, auskömmlich und vollumfänglich finanziert wird.“ Dafür bin ich dem Gemeinderat noch heute dankbar.

Heute ist es eine andere Situation, denn das Gesetz wurde geändert. Der Bund stellt uns einen festgelegten Mehrbelastungsausgleich zur Verfügung und wir müssen bis zum 30.06.2028 den Wärmeplan für unsere Gemeinde erstellen. Dieses Verfahren ist richtig, ohne dass wir mit viel bürokratischem Aufwand Fördermittel beantragen und abrechnen müssen. Gleichwohl ist die Aufgabe, das Gesetz umzusetzen, bei uns geblieben und wir müssen diese jetzt ausführen.

Dies wollen wir wie beim Energiemanager in einem gemeinsamen Projekt mit der Stadt Stadt Wehlen und der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach umsetzen.
Das hat der Gemeinderat in seiner Septembersitzung beschlossen und die beiden anderen Kommunen ebenfalls. Wir werden darüber berichten.

Dies ist ein Beispiel, wo der Bund auf Druck der Kommunen ein Gesetz geändert hat und sich dadurch der Aufwand bei uns erheblich reduziert. Es muss gelten: Wer bestellt, bezahlt – und zwar nicht zu Lasten der Kommunen und seiner Einwohner!

Entwicklung der Anzahl der Einwohner und Schüler in Lohmen

Im Gemeinderat am 15.09.2026 habe ich über die Entwicklung Lohmens informiert. Einwohnermäßig sind wir per 30.06.2026 mit 2.992 unter die 3.000 bei den Einwohnern mit Hauptwohnsitz gerutscht. Hinzu kommen 148 Einwohner mit Nebenwohnsitz. Unser Ziel ist die Steigerung der Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz. Dazu müssen und werden wir uns Gedanken machen.

Ebenso wichtig ist für uns die Entwicklung der Schülerzahlen für unsere Grundschule. Hier wurden die im Schulbezirk wohnhaften Kinder ermittelt. Dies sind für das Einschulungsjahr 2026 – 26, 2027 – 29, 2028 – 32, 2029 – 18, 2030 – 14, 2031 – 18 und 2032 – 14. Somit ist aus heutiger Sicht bis 2028 alles in Ordnung. Ab dem Einschulungsjahr 2029 gibt es einen sehr großen Rückgang und danach ist es etwas unstabil. Dies ist eine Momentaufnahme zum Stichtag 30.06.2026 und wird von mir auch so bewertet. Da ist im Laufe der Jahre noch viel Bewegung mit Zu- und Wegzügen. Die Sicherung unseres Grundschulstandortes ist für mich sehr wichtig. Diesen sehe ich aktuell nicht gefährdet. Gleichwohl werden wir dies weiterhin aktiv beobachten und berichten.

Steenbrecherfest

Was hatten wir für ein Glück mit dem Wetter in diesem Jahr. Wir haben alle so die Daumen gedrückt.

Vielen lieben Dank an alle, die dieses Steenbrecherfest geplant, organisiert, durchgeführt und wieder aufgeräumt haben. Es sind ganz Viele, die zum Gelingen beitragen. Manche sind sichtbar, aber auch einige gar nicht – wichtig sind alle gemeinsam. Jeder ist herzlich willkommen, sich beim nächsten Steenbrecherfest oder Weihnachtsmarkt mit einzubringen.

Das Steenbrecherfest ist ein Fest der Vereine und Gewerbetreibenden für die Lohmenerinnen und Lohmener sowie Gäste.
Zwei der vielen Programmpunkte möchte ich als Beispiel nennen:

Der Chor der Grundschule Lohmen hat ein super Programm aufgeführt. Ich bewundere den Mut der Kinder, sich vor solch zahlreiches Publikum zu stellen. Toll!

Ebenso bewundernswert das historische Wissen, welches von Vielen zusammengetragen und erfragt wird. Wieder haben wir Neues von unserem Lohmen erfahren. Man stelle sich nur vor, es müsste heute noch „Badeanstalten“ geben und keiner hätte zuhause eine Dusche oder eigene Badewanne – na, lieber nicht.
Der Steenbrecherumzug ist jedes Jahr anders, aber immer der Höhepunkt.

Besuchen Sie das Steenbrecherfest und machen Sie mit. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es im Kulturausschuss am Mittwoch, den 07. Oktober um 19 Uhr im Rittersaal.

Lesen Sie bitte den separaten Beitrag dazu.

3. Oktober – 36 Jahre Deutsche Einheit

Der 3. Oktober ist zwar in diesem Jahr ein Sonnabend und somit kein arbeitsfreier Wochentag und trotzdem ein ganz besonderer Tag. Jetzt werden sicher einige sagen, und was hat es uns gebracht – wir wurden gefühlt über den Tisch gezogen. Begeben Sie sich mit mir auf eine gedankliche Reise. Was wäre, wenn es die deutsche Einheit nicht gegeben hätte?
Für die alten Bundesländer wäre es vermutlich wirtschaftlich bergab gegangen, denn es ist unbestritten, dass dieser Wirtschaft am Ende war und wir hier mehr als Aufbauhilfe geleistet haben. Wer hat nicht ein „Westauto“ gekauft, was wir heute aufgrund des Alters nicht mehr kaufen würden. Wer hat seine Einrichtung ausgetauscht …
Was hätte es für uns bedeutet? Der Mangel an so vielen Dingen, wäre noch größer geworden. Auf einen neuen Trabant hätten wir dann 15 Jahre gewartet. Manch Haus wäre eingefallen. Ich denke da nicht an die privaten Einfamilienhäuser wie bei uns in Lohmen, sondern z.B. an die Altstadt von Pirna. Wahrscheinlich wäre diese eingefallen und durch Neubauten mit DDR-Charme ersetzt worden.
Wir wären sicher anzahlmäßig mehr Sachsen, wie heute. Vielleicht gäbe es auch unsere Mittelschule und Schokopack noch. Die Frage ist doch, wäre dies alles besser? Würde die Kirschallee z.B. heute so aussehen oder wäre dies ein einziges großes Schlagloch? Würde an den Kindereinrichtungen der Putz von den Wänden fallen, weil es kein Material gibt?

Von den versprochenen blühenden Landschaften will ja heute keiner mehr etwas wissen. Gehen Sie bitte mit offenen Augen durch unsere Heimat Lohmen.
Ich sehe, dass jeder etwas an seinem Haus gemacht hat – diese in einem viel besseren Zustand und die Vorgärten gepflegt sind. Unsere Straßen haben selten Löcher. Es gibt ein aktives Vereinsleben, wo sich viele ehrenamtlich engagieren. Für die Kinder und Jugendlichen gibt es viel mehr Möglichkeiten, sich zu entwickeln, auszuprobieren und einen Beruf zu finden. Durch die Nähe zu Dresden gib es viele Möglichkeiten, sein Einkommen zu bestreiten. Die Reisen gehen nicht nur nach Bulgarien sondern in die weite Welt.
In Lohmen ist eine sehr gute Infrastruktur vorhanden – Bäckereien, Fleischer, Einkaufsmöglichkeiten, Handwerker, Allgemeinmediziner, Zahnarzt, Kinderarzt, Tierarzt, Apotheke, Physiotherapeuten, Sparkasse, Volksbank, betreutes Wohnen, Sporthalle, Kegelbahn, Rasenplatz, Kleingärten, Kinderkrippe, Kindergarten, Hort, Grundschule, Kirche, weltgrößtes Wagnerdenkmal, Lohmener Klamm, Uttewalder Grund, Spielplätze, Geschichtspfad,  …. – gleichwohl gibt es immer etwas zu tun.
Dies ist alles die Arbeit von ganz vielen – in aller erster Linie der Lohmenerinnen und Lohmener, der Vereine, der Gewerbetreibenden, der Gemeinde …
Wir haben dies gemeinsam geschafft und können darauf stolz sein. Mit wir meine ich jeden Einzelnen. Dieser Stolz und diese Zufriedenheit fehlen mir manchmal ein bisschen in der Gesellschaft.

Es sind nicht alles blühende Landschaften und wir hätten sicher auf manche Erfahrung, wie das zahlreiche Schließen der Betriebe, die daraus folgende Arbeitslosigkeit, ABM, ständige Änderungen im Arbeitsleben, Abwanderung in die alten Bundesländer wegen der fehlenden Arbeit … verzichten können. Mit dem Wissen von heute, ist dies auch alles anders zu bewerten. Hier ist viel kaputt gegangen und daraus wachsen die Sorgen und Ängste, dies wieder zu verlieren oder manchmal auch nicht zu wissen, wie das alles weiter gehen soll. Ich kann dies gut nachvollziehen. Auch ich habe Sorgen und Ängste, kann und will mich davon aber nicht leiten lassen, da mir dies zu viel Energie raubt. Lassen Sie uns gemeinsam weiterhin unseren Heimatort Lohmen gestalten. Die große Weltpolitik können wir nicht ändern, aber hier bei uns im Rahmen unserer Möglichkeiten alles dafür tun, dass wir weiterhin in einer tollen Heimat wohnen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen 3. Oktober.

Zeitnahe Informationen mit WhatsApp-Kanal

Alles Wichtige aus Lohmen erfahren Sie immer in unserem Basteianzeiger. Nun erscheint dieser einmal im Monat und kann vieles nur im Rückblick berichten. So haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, Sie zeitnah informieren zu können. Über den WhatsApp-Kanal der Gemeinde Lohmen erhalten Sie Informationen zu Veranstaltungen der Gemeinde, der Vereine, Termine, Stellenausschreibungen, Straßensperrungen, Aktuelles usw. Bitte beachten Sie dazu den separaten Artikel, scannen den QR-Code und teilen den Kanal.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und farbenfrohen Herbst.

Ihre Bürgermeisterin

Silke Großmann

[Lesen Sie den vollständigen Bericht im aktuellen Basteianzeiger.]