Vermietung und Immobilienangebote Gemeinde Lohmen / Stadt Wehlen
die Gemeinde Lohmen stellt folgendes Angebot in Form von Bieterverfahren [...]
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Das Feldbahnmuseum Herrenleite – Ein Ausflugsziel am Rande der Sächsischen Schweiz
Feldbahnen als leichtes schienengebundenes Transportmittel spielten seit den 1870er Jahren in allen Bereichen der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie, des Bauwesens und beim Militär eine bedeutende Rolle. Im Gegensatz zum weitgehend einheitlichen Staatsbahnsystem herrschte bei Feldbahnen eine unvorstellbare Vielfalt an Technologien, Fahrzeugbauarten und Spurweiten, was den besonderen Reiz solcher Bahnen ausmachte. Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Lkw ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden sie nach und nach verdrängt. Bis in die achtziger Jahre hinein behaupteten sich die Feldbahnen vor allem noch in Ziegeleien und Steinbrüchen, mittlerweile sind sie fast nur noch in Torfwerken anzutreffen.
Das Feldbahnmuseum Herrenleite wird seit 2001 durch die Mitglieder des seit 1978 bestehenden Vereins Historische Feldbahn Dresden e. V. in ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut und betrieben. Ziel des Museums ist es, das industrielle Transportmittel Feldbahn der Nachwelt zu erhalten. Besucher können hier nicht nur zahlreiche Exponate anschauen, sondern auch Vorführungen der Bahnen und Mitfahrten auf Feldbahnzügen in authentischer Umgebung erleben.
Der Museumsaufbau ist noch lange nicht abgeschlossen. Geplant ist für die nächsten Jahre eine schrittweise Erweiterung der Gleisanlagen und Ausstellungsflächen sowie die Restaurierung weiterer Fahrzeuge. Meilensteine waren die Umsetzung eines Lokschuppens aus den Granitwerken Demitz-Thumitz und die Fertigstellung der Hauptfahrstrecke innerhalb des Museums.
Langfristig sollen im Museum zahlreiche weitere Exponate gezeigt, die Dampflokomotiven betriebsfähig restauriert und die Anschlussbahn durch das Tal der Herrenleite umgespurt werden – ein Besuch lohnt also immer wieder einmal!
Öffnungszeiten und Veranstaltungen
Das Museum ist regulär von Ende April bis Anfang Oktober an jedem Sonnabendnachmittag zwischen 14:00 Uhr und 18:00 Uhr geöffnet. Museumsbesichtigung, Fahrbetrieb erfolgt nach Bedarf. Zu diesen regulären Öffnungszeiten wird kein Eintritt kassiert, der Verein freut sich aber über jede kleinere und größere Spende zur Unterstützung des Museumsaufbaus. Darüber hinaus besteht auf Anfrage die Möglichkeit zu Gruppenführungen, Ausflügen, Bustouren etc.
An vier Wochenenden im Jahr gibt es ganztägige Veranstaltungen mit Fahrzeugschau, umfangreichem Fahrbetrieb, Draisinenfahrten auf der regelspurigen Anschlussbahn, Führungen, Imbissversorgung u. v. m. Die genauen Daten finden Sie auf der Homepage des Museums, im Basteianzeiger und im Veranstaltungskalender der Gemeinde Lohmen.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen beträgt 5,00 Euro für Erwachsene sowie 3,00 Euro für Inhaber der Gästekarte Sächsische Schweiz. Kinder bis 16 Jahren haben freien Eintritt.
Die Zufahrt in die Herrenleite ist ab Pirna-Mockethal (Schmiede) und vom Bahnhof Lohmen ausgeschildert. Der Weg vom Ortsausgang Dorf Wehlen aus ist nur zu Fuß und mit dem Fahrrad passierbar.
Genauere und aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage des Museums:
Tosende Wasserläufe, steile Felswände und idyllische Wanderwege machen die Lohmener Klamm zu einem besonderen Ausflugsziel für Naturliebhaber und Entdecker.
Eingebettet in diese einzigartige Kulisse findet sich ein echtes technisches Juwel, welches man mitten im Wald gar nicht vermuten würde – das historische Wasserkraftwerk im Niezelgrund. Seit Generationen nutzt es die natürliche Energie des Wassers und erzählt dabei die faszinierende Geschichte früher Ingenieurskunst.
Das Wehr wurde 1877 zur Wasserversorgung der Holzschleiferei und Pappfabrik Weber & Niezel errichtet. Mit dem Einbau einer Turbine begann im Jahr 1910 die Stromproduktion. Im Jahr 1969 wurde das Wasserkraftwerk zunächst stillgelegt und im Jahr 2000 wieder in Betrieb genommen. Heute versorgt die denkmalgeschützte Anlage ca. 350 Lohmener Haushalte mit Strom.
Die Lohmener Klamm und das Wasserkraftwerk sind immer eine Wanderung wert. Im Sommer verbindet sich die ursprüngliche Schönheit der Natur mit der historischen Technik, während das Wehr im Winter in eine mystische Eisschicht gehüllt wird.
Am Südrand des Liebethaler Wäldchens – zwischen Karschwinkel und Alte Lohmstraße im Ortsteil Mühlsdorf – markiert ein schlichter Koordinatenstein einen besonderen Punkt: den Schnitt von 51° nördlicher Breite und 14° östlicher Länge.
Solche Gradnetzpunkte veranschaulichen das geografische Koordinatensystem, mit dem die Erde vermessen wird. Sie sind selten sichtbar gekennzeichnet und daher kleine Besonderheiten in der Landschaft. Der Stein macht abstrakte Geodaten „greifbar“ und verbindet Naturerlebnis mit geografischem Wissen.
Für Wanderer und Radfahrer ist er ein interessantes Ziel abseits der bekannten Wege – ein unscheinbarer, aber spannender Ort, an dem sich Weltkarten und Wirklichkeit begegnen.
Im malerischen Liebethaler Grund, der ersten Etappe des beliebten Malerweges Sächsische Schweiz, steht in unmittelbarer Nähe zur Lochmühle das weltweit größte Richard-Wagner-Denkmal. Seit dem 18. Jahrhundert gilt der Grund als Eingangspforte zur Sächsischen Schweiz.
Die nahe gelegene Lochmühle – bereits 1559 erwähnt – war einst ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer. Richard Wagner hielt sich hier auf und soll Teile seiner Oper „Lohengrin“ in dieser Umgebung komponiert haben.
Zu seinen Ehren wurde 1933 das 12,5 Meter hohe Bronzedenkmal des Bildhauers Richard Guhr errichtet. Es zeigt Wagner als Gralsritter. Fünf Figuren symbolisieren zentrale Elemente seiner Musik – vom Tragischen über das Dämonische und Lyrische bis hin zum Sphärischen und Dionysischen.
Heute ist das Denkmal ein beeindruckendes Kulturdenkmal inmitten der Natur.
Bereits 1292 ist in Lohmen eine Kirche urkundlich bezeugt. Wahrscheinlich diente anfangs die alte Burg- bzw. Schlosskapelle zugleich als Gemeindekapelle.
Der heutige Bau aus massiven Sandsteinquadern entstand von 1786 bis 1789 nach Plänen von Johann Daniel Kayser. Wie bei der Dresdner Frauenkirche ist auch der Grundriss der Lohmener Kirche ein Achteck. Sakristei und Turm schließen sich seitlich an, die Turmhalle bildet den Eingang. Als letzter barocker Zentralbau in der Tradition George Bährs verbindet sie barocke Formensprache mit bereits klassizistischen Elementen.
Im Innenraum prägt der Kanzelaltar an der Nordseite, der zentral platzierte Taufstein und die Orgel von 1789 das Bild. Sie stammt von Johann Christian Kayser und steht – wie die Kirche selbst – unter Denkmalschutz.
Heute gilt die Lohmener Kirche als eine der schönsten und größten Dorfkirchen Sachsens.
Das Schloss hoch über dem Wesenitztal blickt auf über 500 Jahre Geschichte und eine bewegte Vergangenheit zurück. 1523 gelangte der Lehnsitz Lohmen in den Besitz der Brüder von Schönburg, kurz darauf entstand der heutige Schlossflügel.
Später gehörte die Anlage den Wettinern und diente nach dem 30-jährigen Krieg als Wohn- und Witwensitz sowie Herberge für Jagdgäste August des Starken.
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts sind im Schlossflügel die Amtsräume sowie die Wohnungen der Gerichts- und sonstigen Beamten untergebracht. Wichtigste Aufgabe des mit dem Schloss verbundenen Gutes war die Versorgung des sächsischen Hofes in Dresden. Dazu wurden Schloss und Gutsanlage im 18. Jahrhundert erheblich ausgebaut und erweitert.
Besondere Bedeutung gewann die im Jahre 1765 durch Kurfürst Johann Georg I. eingeführte Schafzucht mit 200 aus Spanien importierten Merinoschafen. Es erfolgte die Einrichtung einer Stammschäferei im Kammergut Lohmen.
Kriege und Reformen führten jedoch zu starken Schäden und Teilabrissen. In noch nutzbaren Räumen wurden 1945 nach Ende des Zweiten Weltkrieges für zahlreiche Umsiedlerfamilien erste Unterkünfte und Wohnungen eingerichtet. Der Garten des Kammergutes (auch englischer Garten genannt) fiel bis auf wenige Reste am Wesenitzhang einer Wohnblockbebauung zum Opfer.
In der Zeit der DDR wurde für die Unterhaltung des mittelalterlichen ehrwürdigen Schlossgebäudes so gut wie nichts getan. Durch Schäden am Dach und Versickerung von Abwasser entstanden erhebliche Mauerwerksschäden an beiden Gebäuden des Schlosses, sodass der Schlossflügel und der Bereich Brauhaus vom Gutshofflügel nicht mehr genutzt werden konnten. Zum Ende der DDR-Zeit stand das Schloss dann vollkommen leer.
Erst das Engagement Lohmener Bürger verhinderte den drohenden Abriss. Die Gemeinde Lohmen begann daraufhin ab 1991 mit Sicherungsmaßnahmen, 1999 startete die umfassende Sanierung. Seit 2001 ist der Schlossflügel wiederhergestellt und wird als Sitz des Gemeindeamtes und der Bibliothek genutzt.
Der Gutshofflügel wurde 2004/2005 saniert und zu altersgerechten Wohnungen umgebaut. Auch eine Arztpraxis und eine Physiotherapie sind hier eingezogen.
Besichtigen Sie den Schlossflügel gern zu den Öffnungszeiten des Gemeindeamtes und lernen Sie ein Stück Lohmener Geschichte kennen.
Die Bastei zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten Deutschlands. Hoch über dem Elbtal eröffnet sich ein Panorama auf die Tafelberge des Elbsandsteingebirges, die Elbe und die markante Festung Königstein.
Ein besonderes Highlight ist die historische Basteibrücke. Die 1851 errichtete Sandsteinbrücke mit ihren sieben Bögen überspannt eine tiefe Schlucht und führt zur ehemaligen Felsenburg Neurathen – einer Natursteinfestung, die jedoch nicht mehr begehbar ist.
Zu Füßen der Bastei liegt der Kurort Rathen mit der bekannten Felsenbühne Rathen. Elbabwärts öffnet sich der Blick auf Stadt Wehlen – idyllisch zwischen Fluss und Felsen gelegen und einer der schönsten Urlaubsorte der Sächsischen Schweiz.
Stadt Wehlen ist der perfekte Ausgangspunkt für aktive Tage in der Natur: Von hier führen Wanderwege direkt hinauf zur Bastei, auf dem berühmten Malerweg durch die romantischen Gründe oder tief hinein in die beeindruckende Felsenwelt der Sächsischen Schweiz. Für eine Pause mit Ausblick laden Gastronomieangebote direkt an der Bastei ein. Wer länger bleiben möchte, übernachtet im Berghotel Bastei – mit spektakulärem Blick über das Elbtal.
Die Bastei ist zu Fuß über verschiedene Wanderwege (z. B. von Lohmen, Stadt Wehlen oder Kurort Rathen) sowie mit dem PKW über die Basteistraße erreichbar. Ausreichend Parkplätze sind vorhanden und ausgeschildert.
Die Gastronomie auf der Bastei blickt bereits auf eine 200-jährige Geschichte zurück. Die Anfänge der Gästebewirtung auf dem berühmten Felsen im Elbsandsteingebirge reichen bis ins Jahr 1797 zurück.
Hungrige und durstige Wanderer wurden aus einem Tragekorb versorgt. Erst 1812 bewirtschaftete ein Fleischer aus Lohmen feste Hütten.
Das erste Gasthaus wurde 1826 auf der Bastei eröffnet. Seit 1979 bewirtet das Panoramarestaurant hoch über der Elbe die Gäste. Heute reicht das Angebot auf dem Bastei-Areal vom Imbiss bis zur gehobenen Gastronomie.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte der Weg von Rathen hinauf auf die Bastei durch die wildromantische, aber steile Vogeltelle. Noch überspannte keine Brücke die tiefe Schlucht der Mardertelle. Aus dem Rathener Grund ging es links in den Wehlgrund, an der Mardertelle und am Ferdinandstein westlich vorbei zur Vogeltelle und einen sehr steilen Weg hinauf.
Nachdem Götzinger sich 1804 noch über den Bastei-Aufstieg bedeckt gehalten hatte, beschrieb er 1812 diesen Weg, nicht ohne darauf hinzuweisen, sich in Rathen um einen Führer zu bemühen, wozu er den „unterhaltenden“ Schneidermeister Heering empfahl. Und wem die Klettertour durch die Vogeltelle zu beschwerlich war, der musste den Amselgrund bis zur Rathewalder Mühle hinaufsteigen und von da hinüber zur Bastei wandern.
1814 erbarmte sich der Forstadjunkt Auerswald aus Lohmen der Basteibesucher und ließ den steilen Aufstieg besucherfreundlicher mit 487 Stufen ausbauen, hatte doch der Schweizer Maler Adrian Zingg angesichts der körperlichen Strapazen beim Aufstieg schon Jahre vorher geklagt: „Die Bastey ist über die Maßen schön, aber erst gilt es hinaufzugelangen!“
Und Bruno Barthel meinte in seiner unnachahmlichen Art: „Ich moag ni wissen, wie moancher ward gekräckst hoan, eeb’r durch die steile Schlucht uff di Bastei gekumm is!“
Wie Götzinger 1804 lässt uns auch der Lohmener Pfarrer Nicolai in seinem Wegweiser aus dem Jahre 1801 im Unklaren über den Weg hinauf zur Bastei. Da die Tour von Lohmen und Wehlen durch den Zscherre- und den Höllengrund damals noch unbekannt war, riet er den Schweizreisenden, über das Wehlstädtel nach Rathen zu gehen und dort einen kundigen Führer zu engagieren.
1812 aber war dann auch der Weg vom Uttewalder durch den Zscherregrund zum Steinernen Tisch und weiter zur Bastei zur Standardtour geworden, und Götzinger empfahl nunmehr allen, die nicht erst nach Stadt Wehlen und Rathen wollten, diesen Aufstieg zu nehmen.
War der Besuch der Bastei um das Jahr 1800 noch ein exklusives und waghalsiges Abenteuer, so wurde er in den folgenden Jahrzehnten zur Massenbewegung. Neue, bequeme Zugänge wurden geschaffen. 1816 war die Zufahrt von der Straße Lohmen–Hohnstein ausgebaut und dadurch auch für „zartere Naturen“ die Möglichkeit geschaffen worden, mit dem Kutschwagen „bis nahe an den Felsvorsprung zu fahren“.
1826 wurde dann endlich vom Neurathener Felsentor über die Mardertelle hinweg zum Basteimassiv eine Holzbrücke geschlagen und die mühsame Kraxelei durch die Vogeltelle beendet.
Und pünktlich zur Einweihung der Eisenbahnstrecke durch das Elbtal im Jahre 1851 war die Holzbrücke, die wegen der vielen Reparaturen häufig gesperrt werden musste und schließlich baufällig geworden war, durch die Steinbrücke ersetzt worden. Sie wurde in nur zwei Jahren erbaut und ist mit Recht das weltweit bekannte Signet der Sächsischen Schweiz.
